Glossar
A
- Accounting
- Rechnungswesen/Bilanzierung
- AktG
- deutsches Aktiengesetz
- Anarbeitung
- in Service-Center ausgelagerte erste Stufe der Werkstoffbearbeitung (z.B. Zuschnitte, Oberflächenbearbeitung)
- AOD-Anlage
- Konverter, in dem der Kohlenstoffgehalt des flüssigen Edelstahls durch Einblasen eines Sauerstoff-Argon-Gemischs verringert wird (AOD = Argon Oxygen Decarburization)
- Asset Ceiling
- Wertobergrenze eines positiven Saldos zwischen Planvermögen und leistungsorientierter Verpflichtung (nach IAS 19)
- Audit
- Prüfung
B
- Balanced score card
- umfassend strukturiertes Kennzahlensystem zur strategischen Führung von Unternehmensaktivitäten (z.B. des Einkaufs)
- Best Owner
- neuer Eigentümer eines Unternehmens-(teils), der den Aktivitäten bestmögliche Entwicklungschancen bietet
- Bramme
- kompakter Block aus Rohstahl als Vorprodukt für Bleche oder Bänder
- Brenstoffzellenantrieb
- außenluftunabhängiger Antrieb z.B. von U-Booten, bei dem aus Wasserstoff und Sauerstoff auf direktem Weg elektrische Energie gewonnen wird
- BRIC-Staaten
- Brasilien, Russland, Indien und China
- Bruttoergebnis vom Umsatz
- Umsatz abzüglich Umsatzkosten
- Business Area
- Alle Konzernaktivitäten wurden mit Beginn des neuen Geschäftsjahres 2009/2010 in acht Business Areas zusammengefasst, die direkt an die ThyssenKrupp AG angebunden sind. Die vier Business Areas Steel Europe, Steel America, Stainless Global und Materials Services bilden dabei die Division "Materials" Die zweite Division "Technology" setzt sich aus ebenfalls vier Business Areas zusammen – Elevator Technology, Plant Technology, Components Technology und Marine Systems.
- Business Continuity Plan
- Konzepte und Planungen zur Aufrechterhaltung der betrieblichen Tätigkeit unter erschwerten äußeren Bedingungen
- Business Services
- Die ThyssenKrupp Business Services bündeln konzernweit Verwaltungsdienstleistungen mit dem Ziel, höhere Qualität bei höherer Effizienz zu erreichen. Schwerpunkte liegen in den Bereichen IT Services, Human Ressources Services, Finance Services und Communication Services.
C
- Call Option
- zumeist ein befristetes oder bedingtes Recht zu Gunsten einer Vertragspartei, durch einseitige Erklärung eine Vereinbarung mit dem von den Vertragsparteien zuvor festgelegten Inhalt zustande zu bringen
- Capital Employed
- eingesetztes verzinsliches Kapital
- Cash-Flow-Hedge
- Sicherung von bilanzierten Vermögenswerten und Verpflichtungen, bindenden vertraglichen Vereinbarungen sowie mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten künftigen Transaktionen gegen zukünftige erfolgswirksame Schwankungen der Zahlungsströme (Cash Flows).
- Cash Generating Unit
- kleinste, identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten eines Konzerns, die Mittelzuflüsse erzeugen und die weitestgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte sind.
- Cash Pooling
- zentral durch die Obergesellschaft abgewickelter konzerninterner Liquiditätsausgleich zwischen den Konzerngesellschaften mit dem Ziel, den externen Finanzierungsbedarf des Konzerns zu reduzieren
- Communication Services
- konzerninterne Dienstleistungen im Bereich Kommunikation, z.B. Durchführung von Werbemaßnahmen und Messen, Erstellung von Druck- und Internetmedien und Förderung des konzernweiten Markenauftritts.
- Compliance
- Oberbegriff für Maßnahmen zur Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien
- Contingent Rentals
- bedingte Mietzahlungen
- Controlling
- Unterstützung des Vorstands in der Steuerung des Konzerns durch Information, Analyse und Beratung
- Corporate Design
- visuelles Erscheinungsbild eines Unternehmens
- Corporate Governance
- Bezeichnung für verantwortliche, auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensleitung und Unternehmenskontrolle
- Corporate Headquarter
- konzernführende Gesellschaft mit strategischer Steuerungsfunktion. Im ThyssenKrupp Konzern ist es die ThyssenKrupp AG.
- Corporate Responsibility
- unternehmerische Verantwortung
- Cross Selling
- Nutzen einer bestehenden Kundenverbindung zum Verkauf weiterer ergänzender Produkte oder Dienstleistungen
D
- DAX
- Deutscher Aktienindex, zusammengestellt von der Deutschen Börse. Der Index bildet die Wertentwicklung der 30 größten und umsatzstärksten deutschen Aktien, darunter auch der ThyssenKrupp Aktie, ab.
- Derivate
- Finanzinstrumente, deren Wert sich von der Preisentwicklung eines zugrunde liegenden Basiswerts (z.B. Währung, Zinsen, Waren) ableitet bzw. davon abhängig ist.
- Directors' Dealings
- eigene Geschäfte, vor allem Käufe oder Verkäufe, betreffend Aktien eines börsennotierten Emittenten oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente, insbesondere Derivate, durch Personen, die bei dem Emittenten Führungsaufgaben wahrnehmen oder die zu diesem Personenkreis in einer engen Beziehung stehen. Diese Wertpapiergeschäfte sind nach § 15a WpHG der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie dem Emittenten schriftlich mitzuteilen – es sei denn, dass die Gesamtsumme der Geschäfte einer Person mit Führungaufgaben und der mit dieser Person in einer engen Beziehung stehenden Personen insgesamt einen Betrag von 5.000 € bis zum Ende eines Kalenderjahres nicht erreicht.
- Discontinued Operation
- nicht fortgeführte Aktivität
- Disposal Group
- zur Veräußerung stehende Gruppe von Vermögenswerten und damit in Verbindung stehender Schulden
- Division
- Als inhaltliche Klammer beschreiben die beiden Divisions Materials und Technologies die strategische Ausrichtung der Business Areas und markieren die Kompetenzfelder des ThyssenKrupp Konzerns.
- Downstream-Aktivitäten
- Weiterverarbeitungsstufen von Flachstahl mit hoher Wertschöpfung, z.B. Oberflächenveredelung, Stahlservice oder Fügetechnik
- Dualphasenstahl
- Stahl mit einem Gefüge, das gute Umformeigenschaften bei gleichzeitig hoher Zugfestigkeit verleiht
- Due Diligence
- Prüfung und Bewertung eines Unternehmens durch potentiellen Investor
E
- EBIT
- Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Earnings before Interest, Taxes)
- EBITDA
- Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization)
- EBT
- Ergebnis vor Steuern (Earnings before Taxes)
- Eigenkapitalquote
- bilanzielles Eigenkapital: Bilanzsumme (je höher die Kennzahl, desto geringer der Verschuldungsgrad)
- Emerging Markets
- Aufstrebende Märkte in Asien, Lateinamerika und Osteuropa
- Entsprechenserklärung
- Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zur Umsetzung der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex
- E-Procurement
- Materialeinkauf unter Nutzung moderner elektronischer Medien, insbesondere des Internets
- Equity-Methode
- Bewertungsansatz für Anteile an Unternehmen, auf deren Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann.
F
- Fair Disclosure
- Gleichbehandlung aller Aktionäre und wesentlichen Anspruchsgruppen eines börsennotierten Unternehmens hinsichtlich des Zeitpunkts der Veröffentlichung und des Umfangs der Informationen
- Fair-value-hedge
- Sicherung von bilanzierten Vermögenswerten und Verpflichtungen sowie von bindenden vertraglichen Vereinbarungen gegen zukünftige Marktwert (fair value)-Schwankungen
- Finance lease
- Leasing mit Übertragung der mit dem Leasing-Gegenstand verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer
- Finance Services
- Finanzdienstleistungen innerhalb des Konzerns
- Free Cash-Flow (vor Dividende)
- Operating Cash-Flow abzüglich Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
- Free Float
- Streubesitz
G
- Gearing
- Netto-Finanzschulden: Eigenkapital. Je geringer die Kennzahl, desto höher der Eigenkapitalanteil am eingesetzten verzinslichen Kapital.
H
- Hedge Accounting
- Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen
- Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation
- Absicherung einer Nettoinvestition in einen wirtschaftlich selbständigen ausländischen Geschäftsbetrieb
- Hedging
- Maßnahmen zur Absicherung eines Grundgeschäfts gegen Risiken (z.B. Währungs-, Zins- und Warenpreisrisiken)
- HGB
- deutsches Handelsgesetzbuch
- HPPO-Verfahren
- besonders umweltfreundliches und wirtschaftliches Verfahren, Propylenoxid aus Propylen und Wasserstoffperoxid herzustellen (HPPO = Hydrogen Peroxide Propylene Oxide)
- Human Resources
- Belegschaft/Personal
- Human Resources Services
- Dienstleistungen im Personalbereich, z.B. Gehaltsabrechnungen
I
- Impairment
- über eine planmäßige Abschreibung hinausgehender Wertminderungsaufwand
- Impairment-Test
- Überprüfung auf Wertminderung
- Innenfinanzierungskraft
- Operating Cash-Flow: Cash-Flow aus Investitionstätigkeit
- Internal Auditing
- unterstützt Unternehmensleitung in ihrer Kontrollfunktion im Rahmen ihrer Steuerungsaufgabe durch unabhängige Prüfungen.
- International Financial Reporting Standards (IFRS)
- Das international einheitliche Regelwerk für Rechnungslegungsvorschriften soll Unternehmensdaten besser vergleichbar machen. Nach EU-Verordnung müssen börsennotierte Unternehmen nach diesen Regeln bilanzieren und berichten.
- Investment Grade
- Ein Rating wird durch eine Buchstaben- und Zahlen-/Zeichenkombination ausgedrückt, welche die Bonitätsbeurteilung des Unternehmens durch die Ratingagentur repräsentiert. Die Bonitätseinstufungen lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: Investment Grade (=ausreichend sicher) und Non Investment Grade (=spekulativ).
- Investor Relations
- Dialog mit dem Kapitalmarkt, insbesondere zu institutionellen Investoren und Analysten sowie Privatanlegern
- IT Services
- Dienstleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnolologie
J
- Just-in-sequence
- In Weiterentwicklung des Just-in-time-Konzepts sorgt der Zulieferer bei Just-in-sequence nicht nur dafür, dass Materialien in der benötigten Menge zeitgenau angeliefert werden, sondern auch in der erforderlichen Reihenfolge.
K
- Kapitalkostensatz
- vorgegebener Mindestverzinsungsanspruch der Kapitalgeber
- Kokille
- Dauerform zum Gießen von Brammen aus Metallen und Legierungen.
L
- Latente Steuern
- Latente Steuern entstehen aufgrund von temporären steuerbaren Wertunterschieden zwischen lokaler Steuerbilanz und IFRS-Bilanz. Sie werden pro Bilanzposition ermittelt und sind, vom Stichtag aus betrachtet, entweder zukünftige Steuerschulden oder Steuerguthaben.
M
- Materials Management
- Materialwirtschaft
- MEKO-Technologie
- Schiffbau mit unterschiedlichen, aber standardisierten Modulen z.B. für Elektronik und Schiffsbetriebseinrichtungen
- Merger & Acquisitions
- Kauf und Verkauf von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen
- Mid Term Incentiveplan (MTI)
- mittelfristige variable Vergütung durch Wertrechte für Vorstandsmitglieder und weitere ausgewählte Führungskräfte
N
- NE-Metall
- Nichteisenmetall (z.B.Aluminium)
- Net-Working Capital
- Netto-Umlaufvermögen
O
- Oberflächenveredelung
- Korrosionsschutz bei Qualitätsstahl durch Beschichten mit metallischen oder organischen Überzügen
- One-Stop-Shopping
- Komplettlieferung bzw. -leistung von Produkten und Dienstleistungen aus einer Hand
- Operating Cash-Flow
- Zufluss/Abfluss Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente außerhalb der Investitions-, Desinvestitions- oder Finanzierungstätigkeit
- Operating Group
- operative Einheit in einer Business Area
- Operating Lease
- Leasing ohne Übertragung der mit dem Leasing-Gegenstand verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer
R
- Rating
- Ratings dienen der Beurteilung der zukünftigen Fähigkeit eines Unternehmens zur pünktlichen und vollständigen Erfüllung seiner Zahlungsverpflichtungen und ergeben sich aus der Analyse quantitativer und qualitativer Faktoren.
- Risikomanagement
- Frühzeitige Identifizierung, Bewertung, Berichterstattung und das Management von wesentlichen Risiken eines Unternehmens.
- ROCE
- Rentabilität des eingesetzten verzinslichen Kapitals (Return on Capital Employed)
S
- Sport Utility Vehicle
- straßentauglicher Geländewagen
- Sub Operating Group
- Operative Einheit in einer Operating Group
- Supply-Chain-Management
- integrierte Planung, Steuerung und Kontrolle aller in einer Lieferkette auftretenden logistischen Aktivitäten
T
- Tailored Blank
- Platine, die aus einzelnen Stahlfeinblechen verschiedener Güte, Dicke und Oberflächenveredelung besteht und deren Teile tiefziehfähig miteinander verschweißt sind
- ThyssenKrupp best
- Programm zur Effizienzsteigerung in allen Bereichen des Unternehmens. best steht für "business excellence in service and technology".
- ThyssenKrupp PLuS
- konzernweites Maßnahmenprogramm zur Realisierung positiver Ergebnis- und Liquiditätseffekte sowie nachhaltiger Performance-Verbesserungen.
- ThyssenKrupp Quartier
- Mitte 2010 wird die Konzernführungsgesellschaft in das ThyssenKrupp Quartier in Essen umziehen, das derzeit als neue Hauptverwaltung gebaut wird.
- ThyssenKrupp Value Added (TKVA)
- zentrale Steuerungskennzahl für wertorientiertes Management, die das Ergebnis vor Steuern und Zinsen mit den Kapitalkosten vergleicht
U
- Umschlagsdauer Vorräte
- Vorräte: Umsatz, multipliziert mit 360. Je niedriger die Kennzahl, desto schneller der Vorratsumschlag.
V
- VOD-Anlage
- Anlage zur Herstellung rostfreier Stahlgüten höchster Reinheit durch den Vakuumsauerstoff-Entkohlungsprozess (VOD = Vacuum Oxygen Decarburization)
- Volatilität
- Intensität der Kursschwankungen von Aktien oder Devisen bzw. der Preisänderungen von Massengütern
W
- Weißblech
- dünnes Stahlblech für die Verpackungsindustrie, dessen Oberfläche elektrolytisch mit Zinn oder Chrom beschichtet wurde
- Wertbeitrag
- Differenz zwischen ROCE und Kapitalkostensatz, multipliziert mit dem Capital Employed. Bei positivem Wertbeitrag liegt Verzinsung des Capital Employed über Kapitalkostensatz.
- WpHG
- deutsches Wertpapierhandelsgesetz
Z
- Zahlungsziel Debitoren
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Umsatz, multipliziert mit 360. Je niedriger die Kennzahl, desto schneller bezahlen die Kunden.